CHILATHERINA

 

Die Gattung Chilatherina ist endemisch auf Neuguinea und man findet sie, mit einer kleinen Ausnahme, ausschließlich nördlich der Gebirgskette. Zumeist findet man sie in schnell fließenden Biotopen. Nur wenige Arten haben die Seen erobert. Bei den durchweg schlanken Fischen handelt es sich um Strömungsliebende Regenbogenfische. Sie sind sehr aktiv und bei guten Haltungsbedingungen erreichen sie durchaus ein Alter von 8-10 Jahren. 

 

Chilatherina alleni

Diese Art wird bald wieder bei mir einziehen.  

 

Chilatherina bleheri

Eine der schönsten Arten dieser Gattung und jedem Regenbogenfisch-Fan zu empfehlen. Chilatherina bleheri ist ein aktiver Schwimmer den man auch den entsprechenden Raum zur Verfügung stellen sollte. Die Haltung bereitet keinerlei Probleme, wenn die Temperaturen zwischen 20 und 28°C liegen. Chilatherina bleheri ist selbst für das Gesellschaftsaquarium geeignet, da sie wenig Stressanfällig zu sein scheint.

Auch die Zucht sollte einem vor keine größeren Probleme stellen. Doch Vorsicht: Die Art ist äußerst produktiv und somit können bei einem Ansatz eines Trios schon nach nur fünf Tagen etwa 1000 Junge schlüpfen.

Derzeit halte ich leider keine Chilatherina bleheri, aber das wird sich bald wieder ändern.

Chilatherina campsi

Eine sehr ansprechende, wenn auch sehr anspruchsvolle Art. Die beste Unterbringung für Chilatherina campsi stellt das Artenaquarium dar. Die Temperaturen sollten hier zwischen 20 und 25°C liegen. Bei höheren Temperaturen wirkt die Art eher blass und träge. Im Gesellschaftsaquarium fühlt sich dieser recht flotte Schwimmer nicht wohl. Am ehesten hat bei mir die Vergesellschaftung mit Melanotaenia lakamora funktioniert, vor allem dann wenn sie in der gleichen Gruppe groß geworden sind.

Die Zucht bereitet bei gut konditionierten Weibchen keine Probleme. Chilatherina campsi ist nicht so produktiv wie die Großen Arten aus der Gattung, aber für den eigenen Bestand reicht es allemal. Zur Erstverorgung benötigt man Rädertierchen. Nach etwa eineinhalb Wochen werden auch die frisch geschlüpften Artemianauplien gefressen. Ab hier bereitet die Aufzucht keine Probleme mehr. Die Larven von Chilatherina campsi wachsen in meinem sehr weichen Leitungswasser sehr langsam zu Jungfischen heran. Eine Mineralisierung schaffte jedoch kaum eine Abhilfe.

Bei der Zucht von Chilatherina camsi viel mir auf das recht wenige bis gar keine Eier in den allseits beliebte Wollmopps zu finden waren. Bei Beobachtungen stellte ich dann fest das Chilatherina campsi zu den Kieslaichern gehören. Sobald etwas gröberer Kies im Aquarium als Bodengrund eingebracht ist, wird dieser als Laichsubstrat verwendet. Dabei tauchen beide Partner in den Kies ein. Sobald man aber auf einen feineren Kies umstellt findet man den Laich wieder im Wollmopp.

Chilatherina campsi gehört zu den Arten die seit ihrem Erstimport von den Züchtern der IRG erhalten wurde. Wildentnahmen hat es die letzten fünfzehn Jahre keine gegeben, jedoch konnte die Art an allen Fundorten letztes Jahr nachgewiesen werden.

Chilatherina campsi ist der einzige Vertreter der Gattung Chilaterina, deren Verbreitungsgebiet sich auch auf die Region südlich der Gebirgskette erstreckt. Das warum und wieso ist allerdings noch nicht restlos geklärt.

Chilatherina fasciata

Chilatherina fasciata kann man im Ganzen Mamberamo-Gebiet antreffen. Es handelt sich hierbei um eine sehr anpassungsfähige Art, die man sowohl in schnell fließenden, wie auch in stehenden Gewässern wie Seen antreffen kann. Die Seeformen werden oftmals ein wenig hochrückiger als die der Flüsse.

An die Haltung stellt Chilatherina fasciata keine großen Ansprüche. Temperaturen zwischen 20 und 30°C werden vertragen, wobei sie bei kühlerer Haltung aktiver und attraktiver wirken. Einige der bekannten Fundortvariationen benötigen für eine gute Ausprägung der gelben Farbtöne zusätzlich eine reichhaltige pflanzliche Kost.

Die Zucht ist einfach und produktiv. Schon nach wenigen Tagen werden Artemianauplien gefressen und sie wachsen auch sehr schnell. Wer die Möglichkeit hat die beiden Flussvarianten von Chilatherina fasciata (Faowi Village, Pagai Village) im Artaquarium zu halten. der wird auch mit der extensiven Zucht keine Probleme haben.

 

 

 

Chilaterina sentaniensis

Chilatherina sentaniensis ist eine der begehrtesten Arten der Gattung Chilatherina. Das dürfte sie wohl auch ihrer attraktiven rötlichen Färbung verdanken. Auch Körperform und Beflossung sehen anders aus.

Bei kühleren Haltungsbedingungen mit reichlich Strömung fühlt sich Chilatherina sentaniensis am wohlsten und zeigt den ganzen Tag Farbe. Ich halte diese Art bei mir in einem Artaquarium und halte dieses auch für die am besten geeignete Unterbringung. Der bevorzugte Aufenthaltsort in den Flüssen dürften tiefe Gumpen oder strömungsarme Ausbuchtungen in Ufernähe seien. Von hier aus starten sie dann ihre Jagd nach Futter. Bei Paarungsversuchen kkonnte ich beobachten, das Chilatherina sentaniensis strömungsärmere Regionen aufsucht. Da dies meist in Ufernähe ist wird auch im Aquarium dieser Bereich aufgesucht. Deshalb halte ich es auch für wichtig einen strömungsberuhigten Bereich im Haltungsaquarium einzuplanen.

Die Zucht bereitet bei gut konditionierten Weibchen keine Probleme und kann durchaus als produktiv gellten. Chilatherina sentaniensis bevorzugt es seinen Laich weit oben, schon fast außerhalb des Wassers zu platzieren. In freier Wildbahn dürften sie ihren Laich deshalb wohl auch an herabhängenden Pflanzen im Uferbereich platzieren. Die Larven von Chilatherina sentaniensis wachsen bei mir recht schnell zu Jungfischen heran und die Männchen ergeben sich meist schon nach vier Monaten zu erkennen. Das dürfte auch der Punkt sein in dem diese Art geschlechtsreif wird.