RAINBOW´S WORLD

 

 

Chilatherina axelrodi

 

Diese Art findet man im äußersten Nordwesten Papua-Neuguineas nahe der Grenze zu Irian Jaya. Ihre Heimat ist das System um den Neumayer und Pual River die aus dem Bewani-Bergen zu Tal fliesen. Bevorzugt werden zumeist die schattigen Bereiche kleiner schnellfließender Bäche. Hier lauern sie auf groben Kriegsgrund hinter großen Steinen auf Beute.

 

Leider ist die gesamte Region derzeit nicht wirklich reisetauglich. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen den Papua-Stämmen, den malaiischen Holzfällern und den anschließend folgenden Palmölproduzenten. Unter diesen Bedingungen leiden vor allem die Biotope der Wildtiere. Viele werden vollkommen zerstört. Zudem leben die Papuas aus und vom Wald, der ihnen durch die aggressive Politik von Industrie und Politik entzogen wird.

Quelle: Google Earth
Quelle:Google Earth

 

Viele Tierarten dieser Tiefebenen sind Endemisch, so auch Chilatherina axelrodi. Schon jetzt gibt es nur noch einige wenige Inseln auf denen man diese Arten antreffen kann. In nur wenigen Jahren hat die Arroganz und die Habgier des Menschen zerstört, wofür Jahrmillionen der Evolution nötig waren diese Vielfalt zu schaffen und ein Ende dieser Entwicklung ist noch lange nicht in Sicht. Der Bildausschnitt verdeutlicht welche Ausmaße diese Gier annimmt. Derzeit ist die Fläche dieser Plantage auf 8 x 12 km angewachsen.

Lange Zeit hatten wir große Probleme diese Art im Bestand zu erhalten. Oft waren es nur einzelne Junge die aufgezogen werden konnten. Durch vielfältige Bemühungen ist es uns gelungen frisches Blut auf zu treiben, was meinerseits mit erheblichen Kosten und einer wahnsinnigen Bürokratie verbunden war. Letztendlich zählt aber nur das Ergebnis und das fällt recht positiv aus. Mehreren Züchtern ist es gelungen nun auch einmal ein paar mehr Junge groß zu bekommen.

 

Balzende Männchen sind eine Augenweide. Auf ihrer Stirn erstreckt sich eine silbrig violettes Band und auch die erste Rückenflosse erstrahlt in dieser Farbe. Der Bauch bekommt dann einen lehmbraunen Ton, der zu Höhepunkt auch ins Violett übergeht.  Bei dieser Arte ergreifen die Männchen die Initiative. Sie treiben die Weibchen so lange vor sich her bis sie sich an geeigneter Stelle ergeben. Diese Spiele sind schon sehr heftig und viele Weibchen leiden unter diesem Stress. Je nach Temperatur schlüpfen die Eier nach 9-12 Tagen. Sie wachsen recht langsam nehmen aber schon nach einigen Tagen frisch geschlüpfte Nauplien des Salienenkrebses zu sich.

 

Für die Haltung empfiehlt sich ein 120-160 cm großes Aquarium das sehr gut strukturiert sein sollte, damit vor allem genügend Rückzugsmöglichkeiten für die stressgeplagten Weibchen vorhanden sind. In größeren Aquarien empfiehlt sich die gemeinsame Haltung mit einer zweiten Regenbogenfischart. Bei mir funktioniert dass sehr gut mit Glossolepis kabia, die ich nur wenige Kilometer entfernt vom Biotop der Chilatherina axelrodi gefangen habe.