RAINBOW´S WORLD

 

 

Chilatherina fasciata

Mit Chilatherina fasciata kommen wir zu einer der interessantesten und vielfältigsten Gruppe von Regenbogen fischen. Auch wenn sie genetisch alle gleich sind, so lässt sich diese Art in drei bis vier Gruppen aufspalten. Früher oder später werden daraus mit Sicherheit auch neue Arten entstehen.

Chilatherina fasciata "Clear Water Creek"

Chilatherina fasciata aus dem Clear Water Creek gehört zu den kleineren Formen dieser Art. Ein besonderes Merkmal dieser Variante liegt in der Anpassungsfähigkeit an ihre derzeitige Umgebung. Fast alle Varianten haben gelernt sich den spezifischen Wasserwerten anzupassen. Sie können ihre Farben innerhalb weniger Sekunden ändern. Waren sie eben im kristallklaren Wasser noch bläulich Grau, so können sie bei erreichen eines Schwarzwasserbaches sehr schnell nach orange Umfärben. Voraussetzung hierfür müssten Rezeptoren sein die bestimmte Mineralisierungen im Wasser erkennen können.

 Chilatherina fasciata "Pumasi River"

Im Ramu-System entdeckten wir zwischen unendlich vielen grauen Melanotaenia affinis und einigen Grundeln auch einen Chilatherina. Mein Interesse war sofort geweckt. Auch dieser Fisch war er blass und silbrig Grau, entwickelte sich jedoch recht schnell in seiner neuen Umgebung zu einem prächtigen Chilatherina fasciata. Auch für ihn gilt das gleiche wie für die vorherige Fundortvariation.

Auch im etwa 50 km entfernten System des Bluewater Creek konnten wir einen Chilatherina fangen der in diese Gruppe einzuordnen ist. Hier war das Wasser kristallklar und sehr kühl und im Bereich der Quelle des Hauptflusses stank das Wasser etwas unangenehm nach Sulfat.


Chilatherina fasciata "Pagai Village"

Eine der Farbenprächtigsten Varianten von Chilatherina fasciata. Dominante Männchen sind Blau, erregte Männchen sind grün-gelb und die Neutralfärbung ist ein sattes Goldorange. All diese Farben erlebt man wenn man sich diese Art nach Hause holt und auch eine andere Überraschung kann man erleben wenn man diesen Fisch in ein Artaquarium setzt. Sie fressen weder Eier noch Jungfische und somit kommen immer genügend junge Chilatherinas auf um auch mal den ein oder anderen zu veräußern.

Chilatherina fasciata "Lake Wanam"

Der verschollene Fisch aus dem Lake Wanam. Steht man an dem Ufer dieses Sees, so kann man das Blau der Tilapien erkennen. Die beiden endemischen Arten wurden lange Zeit nicht gesichtet. Bei meiner ersten Reise wurde es uns nicht gestattet Fische mitzunehmen. In einem kleinen Zufluss hatte ich da einige Chilatherinas im Schatten entdeckt. Bei der nächsten Reise war es dann soweit. In einem "Schilfgebiet" sammelten wir drei oder vier Stunden wie verrückt und hatten etwa 25 kleine Regenbogenfische in den Tüten. Es waren 16 Glossolepis wanamensis und 9 kleine Chilatherinas. Man muss schon sehr verrückt sein sich so etwas anzutun für eine Tüte voll Fisch. 

Chilatherina fasciata vom Lake Wanam