RAINBOW´S WORLD

 

 

Chilatherina spec. Upper Tor River

Bei diesem Fisch handelt es sich um eine noch unbeschriebene Art aus dem Danau Tor Atlas. Johannes Graf, Gary Lange und Dan Dority brachten diesen wunderschönen Fisch von einer ihrer Expeditionen mit. Ich besitze die Art seit nunmehr drei oder vier Jahren. Noch immer habe ich ein etwas gespaltenes Verhältnis zu diesem Kleinod der Aquaristik. Zum einen sind es prächtig gefärbte Fische die mit ihrer geringen Größe von etwa 6-7 cm auch für kleinere Aquarien ab 100 cm Kantenlänge geeignet sind. Zum anderen erwiesen sie sich als sehr anfällig. Was aber den genau zu Grunde liegt konnte bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden. Fakt ist aber das betroffene Fische sehr dunkel werden, am Bauch einfallen und den Rücken verkrümmen.

 

Dennoch halte ich sie für eine sehr empfehlenswerte Art aus der Gattung Chilatherina, denn die beschriebenen Symptome traten bisher nur bei mir auf. Chilatherina spec. Upper Tor River gehört zu den etwas ruhigeren und auch ein wenig scheueren Arten, weswegen man ihm mit anderen Arten der gleichen Größe vergesellschaften sollte. Sehr gut funktioniert dies mit Arten aus dem Melanotaenia maccollochi-Komplex. Sehr schnell verlieren beide Arten ihre Scheu und zeigen sich dem Betrachter in all ihrer Pracht.

Wie alle Schwarzwasserfische liebt diese Art etwas gedämpftes Licht und weicheres Wasser. Bietet man ihnen ein gut strukturiertes Aquarium in dem mehrere Männchen kleine Revier bilden können, so sind diese den ganzen Tag mit ihren Spielchen beschäftigt. Allerdings sind sie gegenüber ihren Weibchen recht ruppig und treiben sie in die Enge. Ich hatte mich aus diesem Grund dazu entschlossen mit einem Männchenüberhang zu arbeiten. Hier sind die Männchen mehr oder weniger mit sich selbst beschäftigt ihre Reviere zu verteidigen und die Weibchen bekommen auch deutlich mehr Futter. Jedoch ist die Vergesellschaftung mit einer zweiten ähnlichen Art die bessere Wahl.

 

Die Zucht ist extrem einfach und auch noch sehr produktiv. Die Larven sind so groß das sie schon ab dem dritten Tag an den Nauplien der Salienenkrebse zupfen können. Allerdings benötigen sie viel Platz zum wachsen. Ich musste 100 Junge auf drei 100 Liter fassende Aquarien verteilen, damit es etwas vorwärts ging. Nach etwa 4-5 Monaten sollten sie aber eine Größe erreicht haben mit der man sie an Interessenten weiter reichen kann.