Die Anlage
Wie entsteht eigentlich eine Aquarienanlage? Das ist ganz einfach erklärt. Ein werdender Aquarianer kauft sich ein Aquarium. Sollte er dies bei einem Fachhändler getan haben, dann hat er nicht mit dem kleinsten Aquarium angefangen. Bekommt Er ein Aquarium richtig zum Laufen und stellen sich dann auch noch einige kleine Nachzuchterfolge ein ist der Grundstein fürs nächste Aquarium gelegt.
Irgendwann hat man dann keinen Platz mehr in der Breite. Aber das schreckt einen Vollblutaquarianer nicht ab. Wer vorher klug seine Aquarien eingekauft hat, der fängt jetzt spätestens an seine Aquarien in Regalen zu stapeln. Geboren ist die erste Aquarienanlage.
Vor dem Einzug in unser Haus gab es schon einige kleine Anlagen. Leider waren diese nicht mit den Räumen kompatibel und so stand ein Großteil der Anlage recht Sinnlos und leer im Keller rum. Aber ab dem Frühjahr wurde der kleinere Raum kräftig bearbeitet. Nach und nach zogen die alten Aquarien in ihr neues Domizil ein. Neben der Waschmaschine fanden noch 40 Aquarienbecken Platz in dem 3,30 x 3,20 m großen Raum. Zugegebener maßen war nicht alles ideal eingerichtet, aber es gab jede Menge Wasser.
Nach etwa vier Jahren gelangte dann die Anlage wieder an ihre Grenzen. Außerdem gab es einige Ecken in denen man ungern arbeitete.Somit wurde der Zollstock zum wichtigsten Instrument, denn da war doch noch ein Kellerraum in dem jede Menge Sperrmüll herum stand. Platz schien hier ausreichend vorhanden zu sein, aber das Ganze sah nach enorm viel Arbeit aus. Dennoch wurde erst mal kräftig entrümpelt. Dabei viel mir eine Wand ins Auge die da irgendwie ganz dumm im Raum stand. Aber der große Bello hat sie flach gelegt und weitere drei Meter wurden dem Raum hinzugefügt. Alsbald wurden die ersten Baumaterialien besorgt. Das erste was eingebracht wurde waren 100 Sack Estrichbeton. Man, was gab das für einen Muskelkater.
Ein Jahr wurde das ganze trocknen gelassen. Nebenher wurde der Trockenbau erledigt und die Elektrik fertig gestellt. Just an dem Tag, an dem die Ausgleichsmasse einlaufen sollte hatte mein Klempner den glorreichen Gedanken, den vor einem Jahr bestellten Wasseranschluß herzustellen. Den Keller hat er dabei gründlich geflutet. Ich war stinksauer, denn wieder war warten angesagt. Ein viertel Jahr später war es dann soweit Ausgleichsmasse Bodenbelag und Heizung waren installiert. Auch die Wände hatten ihre Farbe bekommen. Bei den Rahmen für die Gestelle hatte ich mich für Holz entschieden, da sitz ich direkt an der Quelle und vor allem konnte ich es selbst verarbeiten. Jeden Tag wurde ein neues Regal fertig gestellt und die Aquarien kamen an den für sie vorgesehen Platz.
Nachdem die ersten Regale ihre Glaskästen erhalten hatten und auch die Beleuchtung angebracht war durfte das Wasser endlich aus dem dafür vorgesehenen Wasserhahn entlassen werden. Alles in allem dürften dass etwa 8000 Liter gewesen sein.Nunmehr schreiben wir das Jahr 2011. Nach zwei Jahren Bauzeit zog nun endlich auch das Waschbecken ein, nur der Unterschrank muss noch gebaut werden. Die Anlage läuft jetzt ein Jahr und eine kleine Mängelliste gibt es auch schon. So wird das Regal mit den zwei 160ern und den vier 25ern Aquarien weichen. Da das Regal sowieso schon auf 50 cm Tiefe ausgelegt war werden hier zwei 100 x 50 x 50 cm große Aquarien einziehen. Die kleinen Becken wurden nicht ein einziges Mal genutzt. Auch das derzeitige Wohnzimmeraquarium kommt in den Keller. Schließlich blockiert es den Platz für meine drei Schaubecken. Sinnvollerweise hatte ich den Platz hierfür schon eingeplant.
Gefiltert wird über Hamburger Mattenfilter. Die Schaubecken haben Kreiselpumpen für die Umwälzung bekommen die Aufzuchtanlage funktioniert mit Lufthebern. Als Pumpe findet eine regelbare Hiblow 80 von Hagen Verwendung. Die Beleuchtung stammt zum Großteil aus dem Baumarkt. Bei einigen Modellen wurde jedoch das Vorschaltgerät ausgetauscht.
Alles in allem ist es aber doch schon eine gute Anlage geworden. Das liegt aber auch daran das keine 40 Arten sich in der neuen Anlage mehr tummeln. Der Schwerpunkt liegt heute mehr bei der Haltung einiger Arten, insbesondere denen der Gattung Chilatherina und Glossolepis. Für sie wurde der größte Teil der Anlage reserviert.