RAINBOW´S WORLD

 

 

 

CHILATHERINA 


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Chilatherina-Arten sind auf Neuguinea beheimatet und somit endemisch auf der zweitgrößten Insel der Erde. Ihr Verbreitungsgebiet liegt, mit einer Ausnahme, nördlich der Gebirgskette die Neuguinea zerschneidet.

An bestimmte Gewässer sind sie nicht gebunden, bevorzugen jedoch eindeutig schnell fließende kleine Bäche mit Schwarzwasser. Hier sieht man sie in den meist pflanzenlosen Gewässern zwischen großen Kieseln umherziehen. Sollten Nahrungstiere vorbei treiben schießen sie blitzschnell hervor um diese zu erbeuten.

Die Haltung im Aquarium ist recht einfach. Bei Temperaturen zwischen 25°C und 30°C fühlen sie sich am wohlsten, wobei die Wasserwerte eine ehr untergeordnete Rolle spielen. Ein Aquarium für Chilatherina-Arten sollte mindestens 300 Liter enthalten, je größer man das Aquarium wählt, um so mehr kann man von ihren natürlichen Verhalten sehen.

Auch die Zucht dieser wunderschönen Fische ist recht einfach. Bereitwillig nehmen sie fast jedes Substrat zum Ablaichen. Wollmopps werden aber eindeutig bevorzugt. Auch hier gibt es eine Ausnahme: Chilatherina campsi ist ein Kieslaicher. Sie laichen zwar auch in Mopps, jedoch ist die Ausbeute in einem Aquarium mit groben Kies deutlich höher.

Nach etwa einer Woche schlüpfen die ersten Larven aus den Eiern. Frisch geschlüpfte Chilatherinas sind extrem klein. Handelsübliches Futter wird nur von den größten Larven aufgenommen. Ich füttere Bananenschalen direkt in das Ansatzaquarium. Hierdurch entsteht eine leichte Trübung und ein wenig später entwickeln sich die ersten Kleinstlebewesen die zur Nahrungsaufnahme geeignet sind. Die Prozedur wiederhole ich so oft, bis die Kleinen frisch geschlüpfte Artemianauplien zu sich nehmen können.

 

GLOSSOLEPIS 


Auch alle Glossolepis-Arten findet man im Norden Neuguineas. Viele Arten stammen aus dem Klarwasser und lieben Gewässer mit wenig Strömung. Viele von ihnen findet man in Seen und Tümpeln. Hier ist das Nahrungsangebot deutlich besser als in den vielen Bächen in denen man sonst Regenbogenfische findet. Leider leiden viele Seen an massiver Überdüngung. Menschen zieht es nun einmal ans Wasser, denn in ihm befindet sich meist ihre wichtigste Eiweißquelle, der Fisch. Nur all zu oft wurden sogenannte Besatzfische in die Seen eingebracht. Meist handelt es sich um Tilapien, die z.B. im Lake Wanam die heimischen Populationen an Regenbogenfischen fast vollständig vernichtet haben. Steht man am Ufer, so sieht man nur noch das Blau der Tilapien. Um 30 kleine Glossolepis wanamensis und Chilatherina fasciata auf zu sammeln haben wir fast 4 Stunden benötigt. Unsere Begleiter haben in dieser Zeit viel große Tilapien für den Eigenbedarf, bzw. den Wochenmarkt gefischt.

Für die Haltung und auch für die Zucht gilt das Gleiche wie bei Chilatherina schon beschrieben, jedoch benötigen fast alle Glossolepis-Arten wärmeres Wasser.

MELANOTAENIA


Melanotaenia-Arten findet man sowohl auf dem Australischen Festland, sowie auf Neuguinea. Sie findet man in nahezu jedem Gewässertyp. Somit gibt es für den engagierten Aquarianer mit Sicherheit eine Art die auch zu ihm passt. Auch die Größenunterschiede sind gewaltig. Währen einige kleinere Arten kaum 4-5 cm erreichen, können große Melanotaenia trifasciata auch schon mal an die 20 cm erreichen.

Die Haltung kann in Aquarien ab 100 cm Länge für kleine Arten wie Melanotaenia sexlineata beginnen. Große Arten hingegen sollten nicht unter 150 cm Kantenlänge gehalten werden. Die meisten Larven von Melanotaenia sind beim Schlupf schon deutlich größer al bei den beiden vorangegangenen Gattungen. Einige können von Anfang an mit frisch geschlüpften Nauplien der Salinenkrebse gefüttert werden. Bei kleineren Larven reicht für die ersten Tage handelsübliches Staubfutter wie Sera micron.

Viele Larven wachsen sehr schnell und einige sind sogar schon nach nur zwei Monaten Geschlechtsreif. Vor allem die Arten aus der Melanotaenia-maccollchi-Gruppe sind dafür bekannt.