GLOSSOLEPIS 

 

 

Glossolepis ramuensis

Der Ramu-River und seine Altarme sind die Heimat von Glossolepis ramuensis. Bei einer Aufsammlung letztes Jahr konnte die Art an einigen Stellen nachgewiesen werden. Die Aufsammlung erfolgte im Rahmen eines Eisvogelprojektes. Hierbei ging es allerdings mehr um die Nahrungsgrundlage dieser Vögel, als um den Nachweis dieser Regenbogenfischarten.

Die Haltung von Glossolepis ramuensis ist recht einfach. Zusammen mit Melanotaenia lakamora kann man sie auch in einem Gesellschaftsaquarium unterbringen. Die oftmals propagierte Haltung von Glossolepis ramuensis mit Chilatherina campsi kann ich nicht empfehlen. Es mag sein das sich die Verbreitungsgebiete überschneiden, zusammen gefunden hat man sie jedoch nicht. Beide Arten verstehen sich untereinander nicht und bei beiden Arten führt dies zu Stress und Geschwürbildung. Ein Ableben beider Arten ist dann vorprogrammiert.  

Idealer Weise erfolgt die Unterbringung jedoch in einem Artaquarium. Vor allem kann man in einem solchen Aquarium die Hirarchien innerhalb einer Gruppe sehr gut untersuchen. Im Gegensatz zu vielen anderen Regenbogenfischarten gibt es hier nicht das dominante Männchen. Vielmehr findet hier ein täglicher Wechsel der Dominanz statt. Dieses Verhalten sollte man sich auch in der Zucht zu Nutze machen.

Seit etwa einem Jahr versuche ich es mit unterschiedlichen Methoden der Zucht. Auffallend beim üblichen Trio-Ansatz bei 3-4 Tagen Ablaichdauer ist die geringe Ausbeute an befruchteten Eiern. Entnimmt man den Laich jedoch dem Artaquarium so befinden sich fast ausschließlich befruchtete Eier darin. Das wiederum lässt die Schlussfolgerung zu, dass die dominanten Männchen an einem Tag all ihr Pulver verschießen. Somit macht es durchaus Sinn dass es Verschiebungen innerhalb der Hirarchie täglich gibt. Außerdem kann man so einen vitalen Zuchtstamm herausarbeiten. Die Aufzucht der Larven erfolgt analog zu denen von Glossolepis maculosus, wobei Glossolepis ramuensis ein klein wenig schneller wächst. Auch reagieren Jungfische von Glossolepis ramuensis bei größeren Wasserwechseln nicht sofort mit Verpilzungen oder gar dem Ableben.

Glossolepis wanamensis

Glossolepis wanamensis gehört, genau wie Glossolepis kabia, zu den eher dezent gefärbten Arten dieser Gattung. Ihre Attraktivität beruht Größtenteils auf der immensen Beflossung erwachsener Männchen. Derzeit halte ich keine Glossolepis wanamensis mehr. Nicht das mir die Art nicht gefällt, genau das Gegenteil ist der Fall. Allerdings kamen meine Glossolepis wanamensis mit irgendeinem Wasserparameter nicht zu recht. Aufgrund ähnlicher Aussagen anderer Halter mit ähnlichen Wasserparametern könnte hierin der Grund für die wenig erfolgreiche Haltung und Zucht der Art zu suchen sein. Versuchen werd ich es aber noch einmal.