RAINBOW´S WORLD

 

 

Glossolepis maculosus

Glossolepis maculosus ist eine der beiden kleineren Arten innerhalb der Gattung Glossolepis. Seichte Fließgewässer sind sein Revier. Hier konnte ich ihn des Öfteren in Ufernähe beobachten. Glossolepis maculosus hat ein weites Verbreitungsgebiet im Bereich des Markham River. Jedoch ist sein Population vielmehr auf einigen wenige Inseln innerhalb dieses Verbreitungsgebietes zusammengeschrumpft. Nicht zuletzt auch wegen der vielen Einleitungen von Chemikalien in den Markham River durch Rohstoffkonzerne aus Australien und China. Auch hier schert sich die Regierung einen Dreck um die Belange der Ureinwohner die vom und vor allem mit dem Wald leben.

 

Aber zurück zu unseren Fischen. Glossolepis maculosus gehört zu den Anspruchsvolleren Arten in der Regenbogenfisch-Aquaristik. Als ich vor drei Jahren einige Wildfänge von meiner Reise mitbringen konnte hoffte ich auf eine Verbesserung der züchterischen Stabilität innerhalb der Aquarienpopulation. Ich konnte einige Fische nachziehen, aber nur wenige fanden eine weitere Verbreitung innerhalb der IRG und so kam es wie es kommen musste: Über Lebendfutter und andere Fische hatte ich mir einen Fräßkopfwurm in die Anlage geholt der gegenüber allen Medikamenten resistent schien. Viele Versuche scheiterten und selbst ein 100%ige Überdosierung mit Levamisol brachte keinen Erfolg. Schweren Herzens habe ich dann alle betroffenen Fische aus meiner Anlage entfernen müssen.

 

Sollte man sich für dies Art entscheiden, dann gehören sie in ein Artaquarium mit etwas seichter Strömung. Aber vor allem braucht man Geduld und davon eine ganze Menge.

Glossolepis ramuensis

Eine kleine Gebirgskette trennt das Ramu-System von dem des Markham River. Hier ist die Heimat von Glossolepis ramuensis. Wir haben mehrere Fundorte untersucht und dabei festgestellt das sich die Formen nur sehr geringfügig voneinander unterscheiden. Glossolepis ramuensis findet man ebenfalls in seicht strömenden Gewässern und bevorzugt dabei auch das ufernahe Terrain.

Die Ansprüche an die Haltung sind in etwa gleich, aber Glossolepis ramuensis ist bei weitem nicht so Anspruchsvoll wie sein Pendant von der anderen Seite. Allerdings ist die Zucht bei weitem nicht so einfach wie dies bei vielen Arten der Fall ist. Die Larven sind extrem klein und nur wenn man es schafft das Wasser in einer ganz leichten Trübung durch Infusorien zu halten bekommt man ausreichend Junge über die ersten drei Wochen. Die Larven von Glossolepis ramuensis und Glossolepis maculosus sind Standorttreu, soll heißen sie bewegen sich kaum. Somit muss das Futter zum Fisch kommen, denn der Fisch kommt nicht zum Futter. Dieses Verhalten scheint eine Anpassung an ihren Lebensraum zu sein. Denn die Biotope sind fast ohne Deckung. Somit bleibt ihnen nur die Möglichkeit sich zwischen den großen Kieseln zu verstecken und auf Futter zu warten, um nicht selbst Futter zu werden.

Hat man die Kleinen aber erst einmal über diese Zeit gebracht wachsen sie langsam aber stetig weiter. Etwa sechs bis sieben Monate dauert es bis sich die Larven zu abgabefähigen Jungfischen entwickelt haben. Ab dieser Zeit sind sie auch geschlechtsreif und auch am produktivsten.

Für Glossolepis ramuensis eignet sich ein Artaquarium am Besten. In Becken ab 150cm kann man es durchaus versuchen ihn mit ähnlichen Arten zu vergesellschaften.