RAINBOW´S WORLD

 

 

Glossolepis kabia

Lange Zeit geisterte dieser Fisch als Glossolepis multisquamatus durch die Fachpresse. Johannes Graf und Hendriette Lisa Ohee haben aber in einer Wissenschaftlichen Dokumentation festgestellt das es sich dabei um den von Herre 1935 beschriebenen Glossolepis kabia handelt.

 

In die Aquaristik eingeführt wurde dies Art unter der Bezeichnung Glossolepis spec. Paro Village. Glossolepis kabia dürfte ein recht großes Verbreitungsgebiet haben, denn sowohl im Sepik- und Ramu-System als auch im Bereich des Markham-River tauchen immer wieder sehr ähnliche Fische auf. Auch mit Glossolepis wanamensis sind sie sehr eng verwandt.

Glossolepis kabia hat einen schweren Stand unter seinen Liebhabern. Sie sind nicht immer leicht im Bestand zu erhalten. Nur wenige Eier kommen zum Schlupf und die Jungen wachsen recht unterschiedlich heran. Vor drei Jahren haben wir Fische in einer Palmölplantage am Winsing River gefangen. Mittlerweile sind die Bestände darin aber wieder erloschen, kein Wunder bei dem hohen Einsatz an Pestiziden in diesen Plantagen.

 

Große Ansprüche stellt diese Art nicht, das Aquarium sollte aber mindestens 120 cm Kantenlänge haben. Die Zucht gestaltet sich ähnlich wie die von Glossolepis ramuensis, jedoch wachsen die Jungen um einiges schneller.

Glossolepis wanamensis

Beide hier behandelten Arten sind sehr nahe miteinander verwand und man sieht ihnen dass auch an. Glossolepis wanamensis jedoch ist nur an einem einzigen Ort zu finden, dem Lake Wanam. Dieser ist aber nicht das Paradies für diese Art, sondern die Hölle. Im See haben Tilapien fast alle Bereiche erobert. Sie dienen der einheimischen Bevölkerung als Eiweißquelle. Zu dumm nur das zur damaligen Zeit kaum Menschen diesen Bereich besiedelten. Mittlerweile gibt es aber einige kleine Siedlungen in diesem Bereich.

 

Nahe dem Lake Wanam an der Mündung des Markham River befindet sich die Stadt Lae. Hier wurde ein ehrgeiziges Projekt ins Leben gerufen. Schon seit vielen Jahren versucht man hier die beiden endemischen Arten aus dem See zu erhalten.

Glossolepis wanamensis gehört mit zu meinen Favoriten. Ihre Balzspiele gehören mit zum beeindruckenden was die Regenbogenfischwelt so zu bieten hat. Mit weit gespreizten Flossen umkreisen sich die Rivalen und versuchen so die Weibchen zu beeindrucken. Das Spektakel kann dabei Stunden dauern bevor der Sieger des Tages fest steht.

 

Ein Aquarium mit 120 cm Kantenlänge ist ausreichend, aber so ab zwei Metern macht das erst richtig Spaß denen zu zuschauen. Übrigens lassen sich Glossolepis wanamensis und Chilatherina fasciata aus dem Lake Wanam sehr gut miteinander vergesellschaften.

Auch die Zucht ist einfach, jedoch sind die Larven sehr klein und Standorttreu und benötigen somit viel Futter  im Aquarium. Sie wachsen die ersten drei Wochen recht langsam, legen aber sehr schnell an Größe zu sollten sie Artemianauplien packen. Mit etwa 5 Monaten kann man sie weiterreichen, für ihre beeindruckende Beflossung brauchen sie aber mindestens zwei Jahre.