MELANOTAENIA

 

Melanotaenia herbertaxelrodi 

Melanotaenia herbertaxelrodi, ein sehr pflegeleichter Regenbogenfisch dessen Farben alles Überstrahlen. Warum man diesen Regenbogenfisch nicht regelmäßig im Handel findet kann ich nicht sagen, denn eigentlich steht er auf jeder Stockliste aus Südostasien und obendrein ist die Qualität meist sehr gut. Bietet man Melanotaenia herbertaxelrodi die richtigen Lebensbedingungen so hat man viel Spaß an dieser Art. Bei Temperaturen zwischen 20 und 24°C fühlt sich Melanotaenia herbertaxelrodi am wohlsten. Die 20°C stehen dabei für eine Ruhezeit die Melanotaenia herbertaxelrodi nach meinen Erfahrungen gut tut.  

Die Zucht ist recht einfach und zudem auch noch produktiv. Bei mir fangen die Larven schon nach drei bis vier Tagen an, an Artemia-Nauplien zu zupfen. Zudem ist das Wachstum sehr schnell. Melanotaenia herbertaxelrodi zeigt sehr frühzeitig schon kräftige Farben. Mit zunehmendem Alter verstärkt sich das ganze aber noch. Innerhalb der IRG werden zwei Farbvariationen gehalten. Eine eher gelbliche Variante, die wohl mehr der Urform aus dem Lake Tebera entspricht und einer Form mit kräftig orangenen Flossen. 

Eine Zeit lang waren von dieser Art Hybriden unterwegs die aus einer Kreuzung mit der sehr ähnlichen Art Melanotaenia trifasciata stammen. Deshalb sollte man, wenn man züchten möchte, diese beiden Arten nicht im selben Becken unterbringen. Vor allem die Weibchen von Melanotaenia trifasciata sehen denen von Melanotaenia herbertaxelrodi zum verwechseln ähnlich, erst recht wenn dann noch der Kescher ins Spiel kommt.

Melanotaenia irianjaya

Ein wirklich schöner Fisch, vorausgesetzt man hat viel Zeit, Geduld und ein großes Aquarium (200 x 60 x 60 cm) zur Verfügung. Ein Jahr lang hab ich diese Art in meinem Wohnzimmeraquarium gepflegt und dabei auch einige Jungfische aufgezogen. Aber so richtig Farbe gezeigt haben sie dabei nie. Da meine Familie aber auf farbenfrohe Fische für dieses Aquarium plädierte zogen sie in mein 1200-Liter-Aquarium im Keller um. Ab diesem Tag schwammen sie in den schönsten Farben durchs Aquarium. Das was dieser mit 16-20 cm groß werdenden Art fehlte war der Platz. Wer diesen hat der sollte es mal mit Melanotaenia irianjaya versuchen.

Melanotaenia lacustris

Einer der Standard-Regenbogenfische des Handels. Leider wird dieser schöne Fisch immer wieder mit den Falschen Haltungstipps verkauft. Oft hört man, "da muss Salz ins Wasser" oder "der braucht hartes Wasser". Aber es geht auch anders.Melanotaenia lacustris lässt sich am einfachsten pflegen wenn man etwas Karbonathärte im Wasser hat und der PH-Wert um den Neutralpunkt liegt. Auch von den Temperaturen her mag er es etwas kühler. 20-25°C reichen aus. Das spart den Heizstab im Aquarium. Wer Melanotaenia lacustris diese Bedingungen bieten kann, der wird sehr lange Spass an diesem Fisch haben. Dabei können sie durchaus ein Alter von 15 Jahren erreichen.

Melanotaenia lakamora

Einer der etwas kleineren Regenbogenfische. Meine werden selten größer als 7-8 cm. Vieles was auf Melanotaenia lacustris zutrifft gilt auch für diese Art. Leider ist diese schöne und durchaus begehrte Art kaum zu bekommen. Dass dürfte wohl auch mit an der bescheidenen Produktivität liegen. Ich hatte selten mehr als 25 Junge aus einem Ansatz. Dennoch sollte der Interessent dieser Art die Geduld aufbringen und warten bis er sie bekommen. Die Fische danken es ihm mit wundervollen Farben.

 

Melanotaenia maccollochi

Diese Art ist in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Für mich war Melanotaenia maccollochi die erste Regenbogenfischart in meinem Aquarium. Damals war ich gerade einmal zehn Jahre alt. Fast acht Jahre hab ich diesen Stamm durch extensive Zucht erhalten.

Heute gibt es viele Fundortvarianten von Melanotaenia maccollochi die leider eine untergeorsdnete Rolle spielen. Viele der eingeführten Varianten sind schon wieder aus unseren Aquarien verschwunden. Das liegt wohl auch an der eher dezenten Farbgebung. Wenn man sich aber einmal näher mit dieser Art befasst wird man entdecken das sie durchaus ihre Reize hat.

Ich selbst pflege seit nunmehr zwei Jahren die Variante aus dem Skull Creek. Sie ist mit etwa 4 cm die kleinste ihrer Art. Die kleinen Fische wissen mit ihrer Agilität zu begeistern. Den ganzen Tag sind sie unterwegs und es macht Spass ihnen bei ihrem Treiben zu zuschauen. Zwei kleine Hacken hat der Spass aber dennoch. Sie sind leider nicht produktiv. Ansätze bringen selten mehr als 30 Junge, die dann aber sehr schnell wachsen. Und zweitens: Das Artaquarium ist wohl die beste Unterbringungsmöglichkeit für diesen Fisch. Vieleicht funktioniert auch noch eine Vergesellschaftung mit Glossolepis maculosus und Melanotaenia pygmeae, das hab ich aber noch nicht testen können.