MELANOTAENIA
Melanotaenia nigrans
Melanotaenia nigrans bleibt für mich der Fisch mit den zwei Gesichtern. Drei Jahre lang habe ich die Fundortvarianten Robin Falls und Anniversary Creek gepflegt. Sie bekamen Becken von 200 Litern für sich alleine. Bei der Haltung im Artaquarium gab es keinerlei Probleme. Während der Umbauphase der Anlage gelangten dann andere Arten mit in diese Becken. Meine Melanotaenia nigrans quittierte dies mit dem sofortigen Ableben innerhalb weniger Tage und ohne Vorzeichen. Die hinzugesetzten Arten überlebten das zu meist. Einzig Rhadinocentrus ornatus war ähnlich anfällig und starben dabei aus. Den Rest von Melanotaenia nigrans setzte ich dann in mein 1200-Liter-Aquarium zu Melanotaenia trifasciata und Melanotaenia splendida inornata. Hier blühten sie dann wieder auf.
Wer diese Art pflegen möchte sollte dies im Artaquarium tun. Darin sind sie dann pflegeleicht. Auch die Zucht ist recht einfach, denn die Larven wachsen recht schnell heran.
Melanotaenia parkinsoni
Ein wunderschöner Fisch der lange braucht seine endgültige Farbe zu zeigen. Leider hatte ich kein Glück mit dieser Art. Schon beim eingewöhnen in der Quarantäne verlor ich fünf der zehn Tiere. Die aus dieser Unterbringung resultierenden Larven wuchsen überhaupt nicht so dass sie nach acht Wochen als Lebendfutter verwendet wurden. Auch die restlichen Melanotaenia parkinsoni gingen nach etwa einem halben Jahr ein. Woran es gelegen hat konnte leider nicht festgestellt werden. Ich denke aber dass diese Art etwas härteres Wasser benötigt und somit an meinem sehr weichen Wasser gescheitert ist.
Melanotaenia parva stammt aus dem gleichen Gebiet wie Melanotaenia angfa. Die Fundorte liegen nur ein paar hundert Meter auseinander und so verwundert es auch nicht dass sie sehr eng mit einander verwandt sind. Melanotaenia parva ist eindeutig die begehrtere Art von beiden. Das zeigt sich auch an den internen Bestandslisten.
Haltung und Zucht dieser Art sind einfach. Die Zucht zudem äußerst produktiv.Temperaturen von 20-30°C werden problemlos vertragen. Einzig ihre immense Fressgier macht dem Halter zu schaffen. Melanotaenia parva frisst immer und Alles. Und genau darin liegt das Problem. Dieser immerzu bettelnde Fisch wird von den meisten gemästet. Viele Melanotaenia parva sterben an Verfettung. Hier ist der Halter aufgerufen maßvoll zu füttern. Dann hat man aber lange Freude an diesem Fisch.
Melanotaenia pygmeae
Seit einem dreiviertel Jahr ist Melanotaenia pygmeae in meinem Besitz und ich habe keine Sekunde bereut. Diese Art ist ein Traum und viel mehr Aquarianer sollten sich an diesen kleinen Edelstein erfreuen können.
Sowohl Haltung als auch Zucht sind einfach und selbst an die Temperaturen werden keine großen Ansprüche gestellt.
Melanotaenia sexlineata
Leider auch nur ein kurzes Gastspiel gab Melanotaenia sexlineata bei mir. Sie viel genau in die Umbauphase. Dennoch hat mir diese Art sehr viel Freude bereitet. Bei der Zucht sollte jedoch darauf geachtet werden nur Fische von Melanotaenia sexlineata einzusetzen bei denen alle Linien exakt zu sehen sind. Tut man dies nicht, so verschwindet das namensgebende Muster mit der Zeit.
Melanotaenia splendida bildet mit Melanotaenia splendida splendida, Melanotaenia splendida inornata, Melanotaenia splendida tatei und der auf Neuguinea beheimateten Art Melanotaenia splendida rubrostriata derzeit vier Unterarten. Früher wurde noch der heutige Melanotaenia australis dazu gerechnet. Bekanntschaft machte ich vor allem mit Melanotaenia splendida splendida und Melanotaenia splendida inornata. Auf mehr oder weniger silbrigen Grund befinden sich farbige Schuppenreihen. Durch den Glanz der Schuppen leuchten vor allem die Formen von Melanotaenia splendida inornata. Zudem besitzen viele von ihnen immense Rücken- und Afterflossen was sie noch wuchtiger erscheinen lässt. Haltung und Zucht bereiten keine Probleme. Allerdings scheint es als ob diese Artengruppe durchweg etwas weicheres Wasser benötigt. Viele Halter dieser Arten klagen über Geschwürbildung und die meisten von ihnen haben recht hartes Wasser.